SCHLÜTER GRAF erstreiten Schadensersatz gegen Abmahnanwalt Sandhage

Missbräuchliche Abmahnungen stellen für die Wirtschaft ein echtes Ärgernis dar. Nur selten gelingt es, diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die ihr Geld mit derartigen Geschäften verdienen. Jetzt wurde aber der Berliner Abmahnanwalt Gereon Sandhage zur Kasse gebeten: Hierzu erklärt Dr. Mirko Möller von SCHLÜTER GRAF Rechtsanwälte aus Dortmund, der das Urteil für seinen Mandanten erstritten hat: Die Rechtsanwälte Sandhage mahnen immer wieder in größerem Umfang ab. Im hiesigen Fall hatten sie beim Landgericht Dortmund sogar eine einstweilige Verfügung gegen unseren Mandanten erwirkt, die aber auf den von uns eingelegten Widerspruch hin aufgehoben wurde. Die Kosten des Verfahrens wurden zunächst dem Antragsteller auferlegt, den die Rechtsanwälte Sandhage angeblich vertreten haben. Vollstreckungen gegen denselben verliefen aber erfolglos. Die Gerichtsvollzieherin teilte mit, dass der Schuldner unbekannt verzogen sei. Auch das Bezirksamt Berlin-Mitte konnte nur vermelden, dass der Schuldner an eine unbekannte Anschrift nach Slubice/Polen verzogen sei. Es sah so aus, als würde unser Mandant auf seinen Kosten sitzen bleiben.

Daraufhin haben wir gemeinsam mit unserem Mandanten beschlossen, Rechtsanwalt Sandhage persönlich auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen. Das Amtsgericht Dortmund hat unserer Klage vollumfänglich stattgegeben. Es bedurfte sodann allerdings erst einer Vollstreckungsandrohung bis dann endlich eine Zahlung hier eingegangen ist. Möller weiter: Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise erreichen konnten, dass unser Mandant im Ergebnis ohne Schaden aus der Sache herausgekommen ist. Wir werden jetzt noch die Verfahrenskosten für das aktuelle Verfahren gegen Rechtsanwalt Sandhage festsetzen lassen. Wenn nötig, werden wir diese auch vollstrecken.

Pikantes Detail am Rande: Rechtsanwalt Gereon Sandhage hat in dem Ursprungsverfahren nur zwei Tage vor der mündlichen Verhandlung einen Terminverlegungsantrag gestellt und zwar unter Hinweis auf eine angebliche Reiseunfähigkeit in Folge eines chirurgischen Eingriffs. Als der zuständige Richter in der Berliner Kanzlei anrief und mit Herrn Sandhage sprechen wollte, wurde ihm mitgeteilt, dass sich Herr Sandhage bei einem Gerichtstermin in Düsseldorf befinde.