Der Beruf des Apothekers ist wie kaum ein anderer Berufszweig in Deutschland einer Vielzahl von Reglementierungen aus unterschiedlichen Rechtsquellen unterworfen. Rechtsmaterien wie das Apothekengesetz (ApoG), die Apothekenbetriebsordnung (ApoBetrO), das Heilmittelwerbegesetz (HWG), das Arzneimittelgesetz (AMG) und die die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) gestalten den Beruf des Apothekers. Diese  Regelungsdichte erklärt sich daraus, dass einerseits dem Apotheker die Aufgabe zukommt, im öffentlichen Interesse eine sichere, verantwortungsvolle und gleichwohl günstige Arzneimittelversorgung zu gewährleisten, andererseits jedoch der Apotheker als Gewerbetreibender auch wirtschaftliche Interessen verfolgt. Diese nicht selten widerstreitenden Interessen sollen unter Berücksichtigung der Belange der weiteren Beteiligten im Gesundheitssystem in Einklang gebracht werden.

Für den Apotheker gilt es, sich ungeachtet solcher übergreifender Ziele in einem „Dickicht“ von Vorschriften zurecht zu finden. Erschwerend wirkt dabei, dass die Entwicklung des Apothekenrechts – forciert durch europarechtliche Vorgaben –  in den letzten Jahren, rasant fortgeschritten ist. Leitend ist dabei vielfach der Gedanke, durch mehr Wettbewerb für eine Kostenreduzierung zu sorgen. Sich in diesem Wettbewerb zu bewegen, ist für viele Apotheker andererseits wegen der traditionellen Zurückhaltung einerseits und den unklaren rechtlichen Vorgaben andererseits mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.